Wenn die Folgen eines Hörsturzes die Versorgung mit einem Hörimplantat notwendig machen

Tritt ein ohne erkennbare Ursache plötzlicher Hörverlust auf, meist einseitig, dann spricht man von einem Hörsturz. Der schnelle Weg zum HNO-Experten ist angesagt. Ist die Folge aber trotz aller Maßnahmen ein irreversibler schwerer Hörverlust oder gar Taubheit, bietet das Cochlea-Implantat eine ideale Lösung.

Meist tritt ein Hörsturz vollkommen unerwartet und nur auf einem Ohr auf. Sollte es in der Folge zu hochgradigem oder an Taubheit grenzendem Hörverlust führen, sollte man, auch wenn das andere Ohr intakt ist, unbedingt über eine Hörversorgung nachdenken.

Denn das zweite Ohr ist nicht bloß eine Reserve, sondern für Hörfunktionen notwendig, die uns den Alltag deutlich erleichtern. Deswegen bestätigen Fachleute, möglichst die Hörfähigkeit auf beiden Seiten sicherzustellen.

Möchten Sie mehr über die Bedeutung von beidseitigem Hören erfahren, dann finden Sie zahlreiche Beiträge zum Thema hier: Gehört.Gelesen Spezialausgabe: Doppelt hört besser

Mit einem Cochlea-Implantat wird beidseitiges Hören wieder realisierbar. Es ermöglicht Sprachverstehen in geräuschvoller Umgebung, dreidimensionales Klangempfinden und Lokalisation von Schallquellen. Denn woher ein Geräusch kommt, können wir nur feststellen, wenn wir mit beiden Ohren hören. Den Genuss der Stereoanlage erleben wir ebenso nur mit zwei intakten Ohren. Und gefährliche Situationen im Alltag können oft auch nur verhindert werden, wenn die Geräuschquelle dank beider funktionstüchtiger Ohren geortet werden kann.

Auch wenn es ein wenig Übung bedarf, die Höreindrücke des natürlich funktionierenden Ohres mit den neuen Klängen zu verbinden, die das Cochlea-Implantat bietet – das Gehirn ist unglaublich adaptionsfähig und schon bald können Nutzer keinen Unterschied zwischen ihren beiden Ohren erkennen.

Möchten Sie mehr über Cochlea-Implantate erfahren? Hier finden Sie alles rund um das bewährte implantierbare Hörsystem:

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Cochlea-Implantat nach einem Hörsturz