Freizeit

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Spiel und Spaß zum Hörtraining nützen

Ob beim Spielen, Musikhören, Ausüben eines Hobbys oder einfach im Alltag – das neue Hören Ihres Kindes kann bei vielen Gelegenheiten ganz nebenbei und mit Freude trainiert werden.

Wie Ihr Kind Freizeitmöglichkeiten trotz Höreinschränkung optimal nutzen kann, welche Unterstützung es dazu gibt und was Sie zusätzlich beachten sollten, erfahren Sie hier!

Inhaltsverzeichnis

Spielen

Im Spiel werden bereits schon im frühen Alter wichtige Lernziele für das spätere Leben erreicht – man spielt quasi, um fürs Leben zu lernen: Kinder üben ganz beiläufig wichtige Fähigkeiten und Fertigkeiten, die ihnen den Umgang mit ihrem Umfeld erleichtern und ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen.

Vor allem im Zusammenspiel mit anderen Kindern ist dieser Lernfaktor sehr hoch. Sie lernen den Umgang mit eigenen Gefühlen, aber auch mit jenem des Gegenübers. Sie entwickeln damit eine emotionale Intelligenz, die für das weitere Leben von enormer Bedeutung ist.

Ob das erste Spielen mit anderen Kindern in der Sandkiste, Rollenspiele im Kindergarten oder Gesellschaftsspiele mit Freunden im Schulalter – allen diese Begegnungen ist etwas gemein: Kommunikation.

Mit einer guten Hörversorgung kann Ihr Kind problemlos diese Begegnungen für die Persönlichkeitsentwicklung nutzen, zusätzlich sind sämtliche Spielsituationen mit einem Gegenüber das perfekte Hör- und Sprachtraining!

Der Mensch ist nur da ganz Mensch,
wo er spielt.

Friedrich Schiller

Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.

Friedrich Schiller

Sport

Für Kinder hat sportliche Aktivität Langzeitwirkung. Sie fördert den Aufbau der Muskeln und Knochen. Sie stärkt das Immunsystem, verbessert die Ausdauer, vermeidet Übergewicht, wirkt sich positiv auf die kindliche emotionale Entwicklung aus, kurz: Sport und Bewegung in ausgewogenem Maße ist gesund und macht Spaß.

Damit der Sportsgeist Ihres Kindes auch mit Hörimplantat nicht getrübt wird, gilt es, ein paar Dinge zu beachten:

  • Mit der MED-EL WaterWear-Schutzhülle, die es für sämtliche Audioprozessor-Typen gibt, kann Ihr Kind Badespaß barrierefrei genießen.
    Infos dazu finden Sie auf medel.com/waterwear
    Bestellen können Sie die WaterWear Schutzhüllen auf at.shop.medel.com
  • Erschütterung rund um das Implantat-System Ihres Kindes sollte eher vermieden werden. Ständige Kopfbälle beim Fußballspiel beispielsweise wirken sich unter Umständen negativ auf die langjährige Haltbarkeit des Systems aus.
  • Das Tragen eines Helms beim Schi-, Radfahren oder Klettern ist daher unbedingt zu empfehlen, gilt dies ohnedies auch für Kinder ohne Hörimplantat. Bei der Auswahl des Helms sollten Sie darauf achten, dass der Audioprozessor nicht drückt und das Hören durch die Helmschale oder das Futter nicht eingeschränkt ist.
  • Schwitzen gehört zur erfolgreichen sportlichen Betätigung natürlich dazu, ist aber für Träger von Hörsystemen manchmal unangenehm. Die aktuellen MED-EL Audioprozessoren haben ein spritzwasserfestes Gehäuse zum Schutz vor Regen, Schweiß und Feuchtigkeit. Somit muss man sich nicht mehr vor dem Schwitzen fürchten und ihr Kind kann seinem sportlichen Ehrgeiz freien Lauf lassen.
  • Für besonders aktive Sportler gibt es zusätzliche Befestigungsmöglichkeiten, damit der Audioprozessor nicht verrutscht oder verloren geht.
    Infos dazu finden Sie auf medel.com/befestigungen
    Bestellen können Sie diese Befestigungsmöglichkeit auf at.shop.medel.com
  • Wenn Ihr Kind seine Lieblingssportart beschwingt mit seiner Lieblingsmusik ausüben möchte – gar kein Problem, die oben genannten Audiotechnologien ermöglichen Ihrem Kind uneingeschränkten Musikgenuss. Viele Nutzer von Hörimplantat-Systemen sind auch mit sogenannten Over-Ear-Kopfhörern sehr zufrieden. Wichtig beim Kauf ist neben dem individuellen Anspruch der Klangqualität die Form des ohrumschließenden Teils. Hier hat sich die ovale Variante bewährt, die in den meisten Fällen nicht auf den Audioprozessor drückt.

Das Leben besteht in der Bewegung.

Aristoteles

Das Leben besteht in der Bewegung.

Aristoteles

Kultur

Alles um uns ist Kultur. Sie begegnet uns in fast alle Alltagssituationen und nahezu in allen Lebenslagen. Kultur – aus dem lateinischen Wort „cultura“ – beschreibt, wie Menschen ihr Leben gestalten, pflegen, es geistig gestalten, verändern und wie sie leben. All das also, was die Natur nicht hervorbringt, ist Kultur.

Kulturelle Bildung macht Kinder selbstbewusst. Denn auf Gelerntes kann man stolz sein. Doch was können Kinder im Bereich Kultur lernen? Sie lernen Kunst, Theater, Literatur und Musik kennen. Entweder passiv – beim Hören der Lieblingsmusik, Lesen eines spannenden Buches, bei einem Museumsbesuch, beim Erleben eines Theaterstücks – oder sie werden selbst aktiv – Beim Lernen eines Instruments, beim Singen in einem Chor, beim Mitmachen in einer Tanz- oder Theatergruppe, Drehen eines Videos oder beim Schreiben spannender Aufsätze.

Damit Ihr Kind Kultur in vollem Umfang erleben kann, braucht es seine Augen und seine Ohren. Mit einer guten Hörversorgung wird die Kultur, die rundherum bietet, für Ihr Kind barrierefrei zugänglich. Das ist gut so – denn Kultur macht stark!

Hier finden Sie wichtige Tipps und Anregungen für Ihr Kind!

Audiotechnologien

Große Veranstaltungsorte haben häufig eine Raumakustik, die sich negativ auf die Verständlichkeit von Sprache oder Musik auswirken kann. Besonders für Nutzer von Hörgeräten und Hörimplantat-Systemen ist das Hören von Stimmen und Musik bei Veranstaltungen wie Konzerte oder Theatervorstellungen in großen Räumen oft schwierig. Echo, Umgebungslärm oder andere Störgeräusche können dazu führen, dass die Betroffenen wenig oder gar nichts verstehen. Abhilfe können verschiedene Audiotechnologien schaffen, die Kindern mit Hörsystemen ermöglichen, Audiosignale störungsfrei in ihren Audioprozessoren zu empfangen.

Induktion

Mit der Installation einer Induktionsanlage wird das Nutzsignal mittels eines magnetischen Feldes direkt in das Hörsystem übertragen. Derartige Systeme stehen mittlerweile an vielen öffentlichen Orten wie Kinos, Vortragsräume, Kirchen, an Bank- und Fahrkartenschaltern, in manchen Ländern sogar in Taxis oder Bussen für Stadtrundfahrten zur Verfügung – natürlich können einfache Anlagen auch in Privathäusern eingebaut werden, um zum Beispiel den Fernsehton induktiv verfügbar zu machen.

Technisch gesehen kann man eine Induktionsschleife als Drahtschleife betrachten, die entlang der Raumbegrenzungen oder um einen vordefinierten Sitzbereich herum gelegt wird. Der Eingang von einem Mikrofon oder einer anderen Signalquelle wird dann über den Verstärker der Induktionsanlage in eine Kabelschleife gespeist, die ein elektromagnetisches Feld erzeugt. Audioprozessoren von Hörgeräten oder Hörimplantaten, die über eine Induktionsspule verfügen, können das elektromagnetische Wechselfeld aufnehmen und die Signale im Audioprozessor umwandeln. Auf diese Weise werden äußere Störgeräusche minimiert. Durch die Lautstärkeregelung am eigenen Audioprozessor ist es für Ihr Kind zusätzlich möglich, Signale nochmals nach Bedarf einzustellen.

Nutzer, die jenes Signal empfangen möchten, sollten sich innerhalb der Drahtschleife aufhalten und ihr System in den entsprechenden Empfangsmodus bringen: Wenn man ausschließlich jene Signale aus der Induktionsanlage hören möchte, so wird der Modus meist mit „T“ bezeichnet, während die ebenfalls geläufige Bezeichnung „MT“ für die Kombination der Signale aus der Induktionsschleife und dem Mikrofon des Hörsystems zu jeweils gleichen Teilen steht. Bei den Cochlea-Implantat-Systemen wird wie auch bei einigen Hörgeräten der jeweils gewünschte Betriebsmodus mittels Fernbedienung angewählt.

Im öffentlichen Bereich wird in der Regel durch ein entsprechendes Piktogramm auf das Vorhandensein einer Induktionsschleife aufmerksam gemacht. Möchten Sie für Ihr Kind und die Familie Karten für eine Theater- oder Kinovorstellung reservieren, so macht es natürlich trotzdem Sinn, sich im Vorfeld über die Möglichkeit zum induktiven Hören zu informieren.

In Österreich bietet der Österreichische Schwerhörigenbund auf seiner Website schon seit vielen Jahren Listen der ihm gemeldeten, im öffentlichen Raum installierten Höranlagen als pdf-File an unter https://www.oesb-dachverband.at/.

Funkanlagen
Während im Privatbereich meist Infrarot- und Funkanlagen zum Einsatz kommen, nützen Schulen meist sogannte FM-Systeme.

Audio-Live-Streaming

Neue Technologien machen es Betreibern von Kultureinrichtungen jetzt noch einfacher und steigern zudem die Klangqualität für die Nutzer. Das Audiosignal wird dabei mittels WLAN und App auf das persönliche Smartphone übertragen. Von dort kann es entweder mit Kopfhörern gehört werden, oder über Bluetooth oder persönlicher Induktionsschleife ins Hörsystem eingespeist – je nachdem, was der einzelne Zuhörer an eigener Gerätschaft mitbringt. Wer nichts davon dabei hat, kann beim Publikumsdienst ein Mobiltelefon mit vorinstallierter App und portabler Induktionsschleife ausborgen – T-Empfang am Hörsystem vorausgesetzt. Nähere Infos dazu finden Sie auf https://de-at.sennheiser.com/
Da diese Technologie noch recht neu ist, macht es auch hier Sinn, sich im Vorfeld in der Kultureinrichtung Ihrer Wahl nach der Verfügbarkeit zu erkundigen.

Audioguides
Sofern Ihr Kind schon alt genug ist, dem Inhalt kognitiv zu folgen, besonders Museen bieten standardmäßig Audioguides an, die als elektronischer Museumsführer fungieren und durch Tonaufnahmen durch das Museum oder eine Ausstellung führen.

Ermäßigungen

Einige Kultureinrichtungen bieten bei Vorweisen des Behindertenpasses eine Ermäßigung an. Da es keine einheitlichen Regelungen gibt, lohnt es sich, sich im Vorfeld auf der entsprechenden Website zu informieren, um etwaige Diskussionen vor Ort zu vermeiden.

Musik

Über die Macht der Musik, egal welcher Stil Ihrem Kind gefällt, und welch hohen Stellenwert sie im Leben von uns Menschen einnimmt, erfahren Sie auf der Website hoerenbewegt.at, die sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzt.

Theater und Kino

Ein schöner Besuch im Kinder- und Jugendtheater, ein unterhaltsamer Kinofilm – auch mit Hörbeeinträchtigung muss man darauf nicht verzichten. Viele Theaterhäuser bieten qualitativ hochwertige technische Hörunterstützungen an, die sich mit dem Hörsystem Ihres Kindes verbinden lassen.