Therapie

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Alles zur Therapie bei Kindern mit Hörbeeinträchtigung

Hörstörungen können bei Kindern die Entwicklung von Sprachverständnis, Sprechen und sozialen Fähigkeiten beeinträchtigen. Daher ist es enorm wichtig, auch in der schwierigen Verarbeitungsphase nach der Diagnose, dass Sie Ihr Kind bestmöglich unterstützen.

Unmittelbar nach den ersten medizinischen Schritten zur endgültigen Diagnosestellung sollten Sie mit einer passenden Begleittherapie zur Förderung Ihres Kindes beginnen, damit sein Sprachvermögen und Sozialverhalten sich durch die Kombination aus guter medizinischer, technischer sowie sprachtherapeutischer Versorgung bestmöglich entwickeln kann.

Im Folgenden finden Sie wichtige Tipps für die optimale therapeutische Begleitung Ihres Kindes!

Erstversorgung mit technischen Hilfsmitteln

Ob ein konventionelles Hörgerät genügt oder letztendlich eine Cochlea-Implantation im Raum steht, entscheidet der Grad der Hörstörung Ihres Kindes. Dieser wird vom medizinischen Fachpersonal in der Klinik Ihrer Wahl durch spezielle Verfahren festgestellt, danach werden alle Möglichkeiten mit Ihnen als Eltern abgewogen.

Therapiemöglichkeiten

„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“
Ludwig Wittgenstein

Logopädische Betreuung sowie diverse weitere Therapiemaßnahmen, dies vor allem im Falle einer Mehrfachbeeinträchtigung, sind daher sowohl vor als auch nach einer Versorgung mit einem Hörsystem anzuraten.

Logopädische Therapie

Hören und Sprechen sind in der Sprachentwicklung eng miteinander verbunden. Jegliche Einschränkung des Hörvermögens reduziert die Möglichkeit des Lautspracherwerbs enorm. Kinder mit einer Hörminderung sollten daher neben einer guten und rechtzeitigen Hörversorgung ebenfalls eine logopädische Therapie in Anspruch nehmen, um für den Erwerb von Lautsprache so wenig Zeit wir möglich zu verlieren.

Das wichtigste Ziel einer logopädischen Therapie ist das Ermöglichen von Kommunikation, sodass das Kind seine Wünsche und Bedürfnisse ausdrücken kann. Die therapeutische Arbeit beinhaltet daher: Absehtraining, Hörtraining, Artikulation, Kommunikationsstrategien, (früher) Schriftspracherwerb, vermehrte Unterstützung des Sprachaufbaus durch visuelles Material, Pädagogenberatung sowie die Arbeit mit den Eltern.

Die Logopädie bereitet also Ihrem Kind die sprachlichen Strukturen genau vor. Außerdem ist der Logopäde oder die Logopädin gerade in der Anfangsphase auch ein wichtiger Drehangelpunkt in der Kommunikation mit den Experten aus den anderen relevanten Fachbereichen.

Weitere Therapiemöglichkeiten

Durchschnittlich ein Drittel aller hörgeschädigten Kinder hat ein zusätzliches Handicap. Im Falle einer Mehrfachbeeinträchtigung oder Teilleistungsstörung Ihres Kindes sollten Sie unbedingt weitere Therapiemaßnahmen neben der Hörversorgung und regelmäßigen logopädischen Begleitung in Anspruch nehmen.
Ergo-, Musiktherapie oder Physiotherapie – je nach Art des zusätzlichen Handicaps – seien hier als Beispiele genannt.

Unterstützung durch Psychotherapie

Die Diagnose „Mein Kind hat eine Hörbeeinträchtigung“ ist für die meisten Eltern anfangs ein Schock und bedeutet eine gewaltige Umstellung. Damit man sich in der neuen Lebenssituation gut zurechtfindet, trotz der Trauer sein Kind kraftvoll begleiten bzw. sogar daraus schöpfen kann, ist eine psychotherapeutische Unterstützung mitunter eine gute Entscheidung.

Auch bietet pychotherapeutische Begleitung für die betroffenen Kinder und Jugendlichen selbst fallweise eine gute Unterstützung, um mit den eigenen Defiziten besser umgehen und sich in der hörenden Gesellschaft selbstbewusst zurechtfinden zu können.

In Österreich bieten mittlerweile einige Experten Therapiesitzungen an, die sich auf das Thema Hörbeeinträchtigung spezialisiert haben bzw. Erfahrung im Umgang damit aufweisen können.

Nicht, was wir erleben, sondern wie wir empfinden,
was wir erleben, macht unser Schicksal aus.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Nicht, was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Kontakte

Persönlicher Kontakt zu Betroffenen

Die Möglichkeit, mit anderen Familien und Nutzern direkt in Kontakt zu treten, ist gerade am Anfang dieser besonderen Reise mit Ihrem Kind unermesslich wichtig für betroffene Eltern. Hier finden Sie persönliche Kontakte, die sich gerne für unsere Website als Berater und zum Erfahrungsaustausch zur Verfügung gestellt haben - denn Hören verbindet!

Technische Hörversorgung

Akustiker
In Österreich gibt eine Vielzahl an Hörgeräteakustikern. Egal, ob Sie sich für eine der bekannten Ketten oder ein Einzelunternehmen entscheiden, wichtig ist, dass Sie Vertrauen in das dortige Fachpersonal haben und sich optimal beraten fühlen.

Hörimplantat-Hersteller
Der Hörimplantate-Hersteller MED-EL ist ein österreichisches Familienunternehmen mit Stammsitz in Innsbruck/Tirol. In Wien gibt es eine Niederlassung im 9. Bezirk mit dem Servicezentrum ZENTRUM HÖREN, das Menschen mit Hörbeeinträchtigung und Hörverlust sowie Nutzern von Hörimplantat-Systemen österreichweit umfassende Beratung und Betreuung bietet.

Zentrum Hören

Therapie

Logopädie
Ob Vertrags-, Wahl- oder Privatlogopädin – hier finden Sie Wissenswertes zum Berufsbild sowie eine Suchfunktion nach dem Logopäden/der Logopädin Ihrer Wahl.

Weitere Therapieformen
Therapieformen gibt es breitgefächert. Hier finden Sie die Möglichkeit für einen Überblick zu den wichtigsten Bereichen:

Hier ein Überblick zum breitgefächerten Übungsangebot vom Hörimplantate-Hersteller MED-EL, das Sie downloaden oder direkt über den Webshop des ZENTRUM HÖREN beziehen können:

Psychotherapie
Hier finden Sie eine Liste an Experten, denen das Thema Hörbeeinträchtigung vertraut ist bzw. durch spezifische Sprachkompetenzen für Personen mit Migrationshintergrundeine eine weitere Stütze bieten:

Wien:

Salzburg:

Tirol:

Psychotherapie auf Krankenschein: