Wie ein Cochlea-Implantat den Hörsinn ersetzen kann

Millionen Menschen weltweit sind von Hörverlust betroffen. Wenn ein konventionelles Hörgerät aufgrund der Schwere des Hörverlusts nicht mehr ausreicht, bietet das Cochlea-Implantat (CI) eine Lösung. Aber wie ermöglicht das CI das (wieder) Hören bei hochgradig schwerhörigen oder gar tauben Menschen?

Bei hochgradiger Innenohrschwerhörigkeit oder Taubheit sind die Haarzellen im Innenohr beschädigt und können Schallinformationen nicht richtig verarbeiten und weiterleiten.

Ein Cochlea-Implantat umgeht diese defekten Haarzellen und sendet die Schallinformationen in Form von kodierten elektrischen Impulsen an den Hörnerv bzw. das Gehirn, wo sie als akustische Ereignisse interpretiert werden. Da das Gehirn diese Informationen innerhalb sehr kurzer Zeit empfängt und verarbeitet, werden sie praktisch im Moment ihres Entstehens wahrgenommen.

Das Cochlea-Implantat (CI) besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen:

  • dem äußeren Teil, dem Audioprozessor mit Sendespule
  • dem inneren Teil, dem Implantat mit dem Elektrodenträger

Der Audioprozessor nimmt die Schallinformationen auf und sendet sie über die Sendespule, die mittels Magnets mit dem Implantat verbunden ist, an das Implantat. Dieses sitzt hinter dem Ohr unter der Haut und leitet das Pulsmuster an den Elektrodenträger weiter, der direkt in die Cochlea (Hörschnecke) eingeführt ist. Der Hörnerv empfängt diese elektrischen Impulse, die er an das Hörzentrum im Gehirn leitet. Das Gehirn nimmt diese Signale als Klänge wahr.

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