Cochlea-Implantate & Morbus Menière: Die modernen Hörlösungen helfen

Die Menière-Erkrankung beeinträchtigt Gleichgewicht und Hörvermögen. Cochlea-Implantate können den Menière-bedingten Hörverlust ausgleichen – und mehr!

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Morbus Menière verursacht häufig bleibende, hochgradige Höreinschränkungen. Das Cochlea-Implantat (CI) hat sich als Teil der Behandlung bewährt. Es schenkt das Hörvermögen zurück, erleichtert aber auch einige andere Menière-Symptome:

  • Zwischen 50 und 100 Prozent der Teilnehmer:innen einer Studie haben nach der Implantation auch besseres Gleichgewicht und leiden seltener unter Schwindelattacken.
  • Betroffene berichten, dass zuvor störende Ohrgeräusche (Tinnitus) nach Aktivierung des CI weniger stören oder ganz in den Hintergrund treten.

Ein CI kann die Erkrankung zwar weder am implantierten Ohr heilen oder deren Verlauf stoppen noch einer Erkrankung des anderen Ohrs vorbeugen. Trotzdem erhöht es durch das wieder beidseitige Hörvermögen und die günstige Auswirkung auf andere Menière-Symptome die Lebensqualität Betroffener wesentlich.

Cochlea-Implantate & Morbus Menière: besser gleich als später!

Aus zahlreichen Studien ist bekannt, dass eine zeitnahe Cochlea-Implantation bald nach dem Verlust des Hörvermögens sich positiv auf den Nutzen mit CI auswirkt. Anders formuliert: Verzögerungen bei der Implantation führen zu gedämpften Erfolgen und erhöhtem Rehabilitationsaufwand.

Bei Morbus Menière-Betroffenen dauert die Zeitspanne vom Auftreten des Hörverlusts bis zu einer Implantation oft recht lange. Das kann verschiedene Ursachen haben:

  • Bei Menière-Betroffenen treten unterschiedliche Kombinationen der typischen Symptome auf, teilweise auch kombiniert mit Migräne oder Erkrankungen des Autoimmunsystems. Umgekehrt gibt es auch andere Ursachen für die Kombination von Hörverlust, Tinnitus und Gleichgewichtsstörungen. Das macht die Diagnose von Morbus Menière manchmal schwierig und langwierig.
  • Betroffene schenken anderen Symptomen und deren Linderung anfangs mitunter mehr Aufmerksamkeit.
  • Manche Betroffene zögern, weil sie Wechselwirkung mit anderen Therapieansätzen befürchten.

Dabei sind andere Menière-Behandlungen – vor oder nach einer Cochlea-Implantation – für das CI völlig unproblematisch, manche wirken sich sogar positiv auf die spätere CI-Nutzung aus. Das CI lindert umgekehrt auch Schwindelattacken und Ohrgeräusche. Die bei Morbus Menière typischen Schwankungen des Hörvermögens können bei der CI-Versorgung zwar herausfordernd sein und erfordern besonders sorgfältige Hörrehabilitation. Doch eine möglichst baldige Implantation erhöht auch für Menière-Betroffene den voraussichtlichen Erfolg mit CI und wirkt sich insgesamt positiv auf das Befinden aus.

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