Cochlea-Implantat Versorgung bei Babys und Kleinkindern

Bekommen frischgebackene Eltern die Diagnose „hochgradige Hörstörung“ bei ihrem Kind, sitzt der Schock oft tief. Doch dem neuen Erdenbürger kann dank modernster Medizintechnik, dem Cochlea-Implantat, geholfen werden.

Vater mit Baby mit Cochlea-Implantat

Das Cochlea-Implantat bei Babys – eine optimale Lösung

Wenn sich im Zuge des sogenannten Neugeborenen-Hörscreenings (NGHS), das in Österreich in den ersten Lebenstagen flächendeckend in der Geburtsklinik durchgeführt wird, eine Auffälligkeit zeigt, müssen weitere Schritte in einer HNO-Klinik eingeleitet werden. Denn es gilt, den Grund und den Grad einer möglichen Hörstörung ehestmöglich abzuklären.

Sollte letztlich tatsächlich eine hochgradige Hörstörung oder gar Taubheit diagnostiziert werden, bietet die beidseitige Versorgung mit einem Cochlea-Implantat eine optimale Lösung. Bei rechtzeitiger Versorgung um den ersten Geburtstag herum steht einer frühkindlichen audioverbalen Sprachentwicklung nichts im Wege.

Das bedeutet, dass ein mit hochgradiger Schwerhörigkeit oder Taubheit geborenes Baby die besten Chancen hat, einen sorgenfreien und erfolgreichen Lebensweg zu gehen, wenn die notwendigen Maßnahmen rechtzeitig ergriffen werden.

Wie funktioniert ein Cochlea-Implantat bei Babys bzw. Kleinkindern?

Bei hochgradiger Innenohrschwerhörigkeit oder Taubheit sind die Haarzellen im Innenohr eines Babys bzw. Kleinkinds beschädigt und können Schallinformationen nicht richtig verarbeiten und weiterleiten. Ein Cochlea-Implantat umgeht diese defekten Haarzellen und sendet die Schallinformationen in Form von kodierten elektrischen Impulsen an den Hörnerv bzw. das Gehirn, wo sie als akustische Ereignisse interpretiert werden. Da das Gehirn diese Informationen innerhalb sehr kurzer Zeit empfängt und verarbeitet, werden sie praktisch im Moment ihres Entstehens wahrgenommen.

Das Cochlea-Implantat (CI) besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen:

  • dem äußeren Teil, dem Audioprozessor mit Sendespule
  • dem inneren Teil, dem Implantat mit dem Elektrodenträger

Der Audioprozessor nimmt die Schallinformationen auf und sendet sie über die Sendespule, die mittels Magnets mit dem Implantat verbunden ist, an das Implantat. Dieses sitzt hinter dem Ohr unter der Haut und leitet das Pulsmuster an den Elektrodenträger weiter, der direkt in die Cochlea (Hörschnecke) eingeführt ist. Der Hörnerv empfängt diese elektrischen Impulse, die er an das Hörzentrum im Gehirn leitet. Das Gehirn nimmt diese Signale als Klänge wahr.

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Cochlea-Implantat für Babys

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